Markus Maier
Markus Maier
15. Mai 2026
Klasse statt Masse

Muss bei der Sanierung der Fußböden in einem Altbau der Boden auf einer Holzbalkendecke grundlegend neu aufgebaut werden, stellt die Kombination aus Lewis® Schwalbenschwanzplatten und PCI Novoment® Light Leichtestrich-Fertigmörtel eine leichte, einfache und schnelle Lösung dar. Diese tragende Verbundkonstruktion bildet einen optimalen Untergrund für nachfolgende Bodenbeläge und Fußbodenheizungen.

Was steckt dahinter?

Was steckt dahinter?

Leichtestriche spielen – wie der Name schon sagt – ihre Vorteile im geringen Gewicht aus. Daher ist ihr Einsatz vor allem in Bereichen interessant, in denen es statisch auf jedes Kilogramm pro Quadratmeter ankommt. Beste Beispiele sind hierbei die Sanierung von Altbauten oder auch nachträgliche Ausbauten. Praktischer Nebeneffekt ist das geringe Gewicht bei hoher Ergiebigkeit – weniger Traglast nicht nur für das Gebäude, sondern auch für den Verarbeiter, besonders in den meist engen Altbau-Treppenhäusern ohne Aufzug.

Moderne Leichtestrich-Fertigmörtel eignen sich für den Einbau auf Wärmedämmung, Trennlage und natürlich im Verbund. Aber was ist bei Untergründen wie Holzbalkendecken, bei denen die Dielen nicht mehr intakt sind?

Die Zwischenräume zwischen den einzelnen tragenden Balken dürfen nicht belastet werden und können, wie nachfolgend beschrieben, einfach mit Schwalbenschwanzplatten überspannt werden. Auf diese Weise ist schnell eine Unterkonstruktion erstellt, die in Kombination mit dem Leichtestrich eine tragende Verbundkonstruktion ergibt

Die richtige Vorbereitung

Als erstes muss der alte Fußbodenaufbau restlos entfernt werden, ebenso wie altes Füllmaterial zwischen den Balken. So kann der Zustand der Balken besser bewertet werden, denn eine Prüfung der Balken auf Tragfähigkeit ist erforderlich. Ist diese erfolgreich, kann auf der freigelegten Balkenoberseite weitergearbeitet werden. Um eine ebene Unterkonstruktion zu erhalten, wird der notwendige Höhenausgleich direkt auf oder neben den Balken angebracht.

Anschließend befestigt der Verarbeiter Randdämmstreifen bis zur geplanten Estrichhöhe an der Wand, um Schallbrücken durch das Entkoppeln von Estrich und Wand zu unterbinden und um unkontrolliertes Eindringen des Estrichs in den Untergrund (Balkenzwischenräume) während des Einbringens zu verhindern.

Zur wesentlichen Verbesserung der Trittschalldämmung können auf die Balken zusätzlich Sylomer® Trittschallschutzstreifen aufgebracht werden, bevor die Lewis® Schwalbenschwanzplatten verlegt werden. Bei Verlegung der Platten muss der Verarbeiter generell darauf achten, dass die einzelnen Platten eine ausreichende Überlappung haben.

Sowohl bei Estrichen als auch Leichtestrichen gibt es deutliche Unterschiede im Verformungsverhalten während der Erhärtung. Daher muss der Handwerker normalerweise eine zusätzliche temporäre Befestigung der Platten in den Ecken anbringen, um dem Aufschüsseln des Estrichs entgegen zu wirken. Bei der Verwendung von PCI Novoment® Light ist dies hingegen nicht notwendig, da dieser Leichtestrich-Fertigmörtel nur sehr geringe Schwund- und Verwölbungsneigung aufweist. Das spart Zeit und Aufwand in der Vor- und Nachbereitung.

Die richtige Vorbereitung
Die richtige Verarbeitung

Die richtige Verarbeitung

Einzelne Gebinde können in einem passenden Mischgefäß (z.B. einem Hobbock) mit einem Wendelrührer als Aufsatz auf ein Handrührwerk angerührt werden. Die Anmachwassermenge wird im Mischgefäß vorgelegt: Je 15-kg-Sack beträgt die benötigte Wassermenge etwa 3,0 Liter sauberes Wasser. Die praktische Aufreißlasche des PCI Novoment® Light-Sacks erleichtert die Handhabung: einfach aufreißen, zugeben und auf vollständige Entleerung achten. Der Leichtestrich-Fertigmörtel ist ausreichend durchmischt, sobald eine homogene, steifplastische Konsistenz erreicht ist. Größere Mengen PCI Novoment® Light werden in einem Zwangsmischer angemischt, wobei der Leichtestrich-Fertigmörtel im Mischer vorgelegt und anschließend Wasser zugegeben wird.

Den angemischten Mörtel verteilt der Handwerker mit Schaufel, Estrichschwert oder Kelle. Durch seine feine Kornstruktur werden die einzelnen s-förmigen Vertiefungen der Schwalbenschwanzplatten ohne großen Kraftaufwand gefüllt und der Estrich lässt sich leicht verdichten. Für einen gefügedichten Leichtestrich hat er ein sehr geringes Eigengewicht von nur 11 kg/m2 und cm Schichtdicke und erreicht sehr gute Druck- bzw. Biegezugfestigkeiten von mindestens 20 N/mm2 bzw. 4 N/mm2. So ist im Vergleich mit herkömmlichen Standardzementestrichen bei gleichen Schichtdicken nicht nur die gleiche Stabilität gewährleistet, sondern auch das Flächengewicht beinahe halbiert.

Ein weiterer Vorteil der Verwendung von PCI Novoment® Light:

Der Verarbeiter muss nicht, wie bei Leichtestrichen sonst üblich, die Oberfläche aufwändig zureiben und glätten. Er zieht den verteilten Mörtel mit der Richtlatte auf die gewünschte Höhe ab, reibt mit einem Reibbrett eben zu und glättet bei Bedarf mit der Glättkelle – fertig ist die perfekte Oberfläche für jeden Oberbelag

Weiterer Aufbau / Füßbodenheizung möglich?

Wünscht der Kunde eine Fußbodenheizung, kann diese auf PCI Novoment® Light verlegt werden – sinnvollerweise eignen sich dünnschichtige Aufbauten. Wegen der im Vergleich zu herkömmlichen Estrichen niedrigen Wärmeleitfähigkeit von 0,27 W/(m*K) wird dabei die Wärme gezielter in den Wohnraum abgegeben und es geht weniger im Untergrund verloren.

Werden Bodenbeläge direkt auf den PCI-Leichtestrich verlegt, kann dies – abhängig vom gewählten Belagsmaterial – nach einem oder spätestens nach drei Tagen erfolgen. Die Empfehlung: für keramische Fliesen z.B. PCI Flexmörtel® S1 Flott, für Natursteine PCI Carrament®. Die PCI- und THOMSIT-Parkettklebstoffe ermöglichen auch die direkte Verklebung von Echtholzparkett auf der erhärteten PCI Novoment® Light-Oberfläche.

Weiterer Aufbau / Füßbodenheizung möglich?
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