Markus Maier
Markus Maier
02. Dezember 2022
Naturwerksteine sicher verlegt – Den richtigen Kleber für jeden Stein finden

Bei der Verlegung von Naturwerksteinen besteht die Schwierigkeit darin, diese verfärbungsfrei, ausblühsicher und dauerhaft zu verlegen. Im Gegensatz zu bekannten, industriell hergestellten Fliesen und Platten ist jeder Stein einzigartig. Neben dem handwerklichen Geschick der Fliesenleger und Steinmetzen stellen Naturwerksteine auch hohe Anforderungen an die Bauchemie. Naturwerksteine können nicht mit beliebigen Fliesenklebern verlegt werden - zumindest nicht schadensfrei.

Eigenschaften der Naturwerksteine und die Möglichkeiten der Bauchemie

Im Lauf von Jahrmillionen wirkten beim Entstehungsprozess Temperatur und Druck auf das Ursprungsmaterial ein. Abhängig davon, sind die heutigen Natursteine mehr oder weniger porös.

Poröse Natursteine können aufgrund ihrer kapillaren Poren Wasser – und damit auch die darin gelösten Substanzen oder Mineralien – an die Plattenoberfläche transportieren. Ausblühungen und Verfärbungen sind die Folge. Um dieses Risiko zu minimieren, stehen uns verschiedene Möglichkeiten spezieller Verlegemörtel zur Verfügung. Zum einen, die bekannte Variante anstelle von klassischem Portlandzement Trasszement einzusetzen. Hierbei wird der Anteil an Kalk deutlich reduziert. Und damit auch das Risiko von Ausblühungen.

Will man das Risiko von Verfärbungen und auch von Ausblühungen noch weiter verringern, empfiehlt sich der Einsatz von sogenannten ternären Bindemitteln. Ternäre Bindemittel sind ausgeklügelte Kombinationen aus Portlandzement, Tonerdezement und Calciumsulfat. Bei der Verwendung von ternären Bindemittelsystemen setzt nach dem Anmischen mit Wasser eine kontrollierte Ettringitbildung ein. Der größte Teil des Wassers wird hierbei im Mörtelbett gebunden und steht somit als Transportmittel für schadensträchtige Substanzen oder Mineralien nicht mehr zur Verfügung. Auch erhärtet der Mörtel deutlich schneller, das Risiko wird signifikant reduziert.

Eigenschaften der Naturwerksteine und die Möglichkeiten der Bauchemie
Die Wahl des richtigen Klebemörtels

Die Wahl des richtigen Klebemörtels

Zur bereits beschriebenen Porosität der Naturwerksteine kommt noch eine weitere Schwierigkeit dazu. Naturwerksteine sind oftmals sehr unterschiedliche in Ihren Dicken. Bei der Verlegung müssen diese Unterschiede ausgeglichen werden. Zu beachten ist, dass die Schichtdicken der Mörtel nicht überschritten werden.

Im Wesentlichen verwenden wir heute drei Verlegearten:

  • Verlegung im Dünnbett
  • Verlegung im Mittelbett
  • Verlegung im Dickbett

 

Sind Naturwerksteine durchscheinend, so arbeiten wir mit weißen Klebemörteln, inklusive einer rückseitigen Spachtelung. Dem sogenannten kombinierten Verfahren. Auch bekannt unter der Bezeichnung „Buttering-Floating-Verfahren“.

Verlegung im Dünnbett

Für die Verlegung von kalibrierten Naturwerksteinen wie beispielsweise weißer Marmor oder Solnhofner Platten bietet sich die Verlegung im Dünnbett an. Hier wird der Klebemörtel mit einer, auf das Format abgestimmten, Zahnleiste auf den Untergrund aufgetragen und die Platten eingelegt.

Hier ist PCI Carraflex die erste Wahl – an Wand und Boden!

Verlegung im Dünnbett
Verlegung im Mittelbett

Verlegung im Mittelbett

Die Mittelbettverlegung vereint die Vorteile der Dünn- und Dickbettverlegung. So können insbesondere großformatige, unkalibrierte Platten verlegt werden. Gleichzeitig lassen sich Toleranzen im Untergrund oder Belag ausgleichen. Geeignet für die Verlegung an Wand und Boden, innen und außen.

 

Durch seine einzigartige Rezeptur ergibt sich ein weiterer, ausschlaggebender Vorteil. PCI Carrament grau erhärtet zwischen 5 °C und 20 °C gleichschnell aus. Perfekt um den Bauvorschritt auch bei unterschiedlichen Temperaturen zu planen.

Verlegung im Dickbett

Ist beim Setzen und Fixieren eine höhere Mörtelbettdicke erforderlich, so kommt die Verlegung im Dickbett zum Tragen.

Speziell für diesen Anwendungsfall wurde PCI Carraroc entwickelt. Der trasshaltige Bettungs- und Ansetzmörtel ist dauerhaft widerstandsfähig gegen Bewitterung und mechanische Beanspruchung, Frost- und Tausalzbeständig und flexibel einstellbar – für Mörtelbettdicken bis 40 mm.

Neben dem Verlegen von Platten können hier natürlich auch Mauern und Hochbeete aufgebaut sowie Randsteine und Treppenstufen gesetzt werden.

Verlegung im Dickbett
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